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Hermannshöhle

Sachsen-Anhalt | 88 Gelesen |
Bild Quelle: Hermannshöhle - © Michielverbeek, CC BY-SA 4.0

Die Hermannshöhle im Harz ist eine der bekanntesten Tropfsteinhöhlen Deutschlands und ein faszinierendes Ausflugsziel für Natur- und Abenteuerliebhaber.

Sie befindet sich in Rübeland, im Ostharz, und beeindruckt Besucher durch ihre außergewöhnlichen geologischen Formationen, darunter Stalaktiten, Stalagmiten und beeindruckende Sinterbecken, die im Laufe von Jahrtausenden entstanden sind.

Die Höhle wurde im 19. Jahrhundert entdeckt und für Besucher erschlossen. Heute können Gäste auf geführten Touren die unterirdischen Gänge erkunden, die teilweise bis zu 600 Meter lang sind. Dabei erfahren Besucher spannende Details zur Entstehung der Kalksteinhöhlen, zu den einzigartigen Tropfsteinformationen und zur Höhlenfauna, wie Fledermäuse und seltene Insektenarten.

Besonders beeindruckend ist der Kristall- und Sinterbereich, in dem das Licht der Führungen die filigranen Kalkstrukturen in einem besonderen Glanz erscheinen lässt. Die Hermannshöhle ist zudem für ihre hervorragende Akustik bekannt, wodurch gelegentlich auch kleine musikalische Veranstaltungen oder Klangführungen stattfinden.

Für Familien bietet die Höhle ein lehrreiches und zugleich spannendes Erlebnis, ergänzt durch ein Besucherzentrum mit Informationen zur geologischen Geschichte des Harzes und den Naturschutzprojekten rund um die Höhle. Dank der guten Erreichbarkeit und der barrierearmen Zugänge ist die Hermannshöhle ein ideales Ziel für Tagesausflüge, Bildungsreisen und Naturentdecker jeden Alters.

Geologie & Entstehung
  • Die Höhle wurde in Devon‑Kalk gebildet, typisches Karstgestein, das durch Verkarstung über lange Zeiträume Hohlräume ausbildete. 
  • Ihre Gesamtlänge beträgt etwa 3.364 m, von denen ca. 658 m als Schauhöhlenbereich erschlossen sind. 
  • Die Höhle entstand in Verbindung mit den geologischen Prozessen des Bodetals im Harz. 
 Besonderheiten & Höhlenräume
  • In der Hermannshöhle findet man sehr große Höhlenräume, teils bis zu 50 Meter hohe Hallen
  • Ein echtes Highlight ist der Olmensee, ein künstlich angelegter See mit einer Wassertiefe von etwa 80 cm, in dem Grottenolme leben – die einzigen in Deutschland. 
  • In der Höhle gibt es eine Kristallkammer, in der funkelnde Calcit‑Kristalle zu sehen sind. 
  • Ebenfalls sehenswert ist eine rund 8.000 Jahre alte Sinter‑Säule, die zu den ältesten Tropfsteinstrukturen im Harz gehört. 
  • Archäologische Funde wie Überreste von Höhlenbären belegen, dass die Höhle auch in der Vergangenheit von Tieren besiedelt war. 
 Klima & Lebewesen
  • Die Höhlentemperatur liegt ganzjährig bei etwa 9 °C – es ist kühl und feucht. 
  • Grottenolme (Proteus anguinus) leben dauerhaft im Olmensee. In Untersuchungen wurden befruchtete Eier entdeckt, was auf eine mögliche Fortpflanzung hinweist. 
  • Fledermäuse nutzen die Höhle als Quartier, was zur biologischen Bedeutung der Höhle beiträgt. 
 Geschichte
  • Die Hermannshöhle wurde 1866 zufällig bei Straßenbauarbeiten entdeckt. 
  • Der Name „Hermannshöhle“ geht auf den Entdecker Hermann Grotrian zurück. 
  • Im Laufe der Zeit wurde die Höhle erschlossen und für geführte Besichtigungen geöffnet. Heute werden regelmäßig Führungen angeboten. 
 Besucherinformationen
  • Führungen: Ein Rundgang dauert etwa 50 Minuten, führt über rund 300 Treppenstufen und durch etwa 800 m Höhlenabschnitt (laut Harzinfo und Harzer Höhlen). 
  • Sicherheit: Eine individuelle Erkundung ist nicht möglich; Höhlenbesichtigungen erfolgen ausschließlich im Rahmen der Führungen. 
  • Tickets & Zugang: Führungen starten regelmäßig, meist alle 20 Minuten laut Betreiber Harzer Höhlen. 
  • Empfehlung: Festes Schuhwerk, warme Kleidung und eventuell eine Taschenlampe mitbringen – allerdings ist der Besucherweg beleuchtet. 
 Bedeutung & Fazit

Die Hermannshöhle in Sachsen-Anhalt ist ein beeindruckendes Natur- und Wissenschaftsdenkmal:

  • Ihre Grottenolme machen sie national bedeutend, da diese seltenen Lurche in Deutschland kaum anderswo leben.
  • Geologisch bietet sie ein vielfältiges Spektrum: hohe Hallen, Kristallräume, Sinterformationen und unterirdische Gewässer.
  • Für Besucher ist sie nicht nur spannend, sondern auch lehrreich – jeder Rundgang vermittelt Wissen über Karstprozesse, Höhlenbiologie und Naturgeschichte.

täglich
09:30 bis 15:30
  • Hasselfelder Straße 2
    38889 Rübeland
    Sachsen-Anhalt - Deutschland
  • Fundjahr: 1866
  • Besichtigungslänge: 500 m
  • 10 ° Grad

Regeln / Informationen:

  • Führungen | Dauer etwa 00:50 h
    (nach Absprache)
  • eigenständige Erkundung
  • kostenfrei
  • Nicht Behindertengerecht
  • Helmpflicht
  • Maskenpflicht

Kontaktdaten:

  • Hasselfelder Straße 2
    38889 Rübeland
    Sachsen-Anhalt - Deutschland
  • +4939454 49132
  • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Eintrittspreise:

Erwachsene
9,5 €
Schüler / Studenten
6,5 €
Kinder bis 14 Jahre
6,5 €
Kinder unter 4 Jahre
Eintritt frei
ohne Gewähr, es gelten immer die aktuellen Preise des Höhlen Betreibers.